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#EinfachMachen: 10 Tage nur Wasser

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Manchmal muss man sich selbst ein bisschen challengen und aus der Komfortzone schubsen. Diese Rubrik nennt sich #EinfachMachen. Nicht, weil es einfach ist, sondern weil man endlich mal machen muss. Oft reden wir uns den Mund fusselig vor lauter verpassten Chancen & aufgeschobenen Ideen. Als ich die Wasserchallenge antrat, ahnte ich, dass ich noch so einiges über mich selbst erfahren würde. Hier nun die Ergebnisse, die ich 10 Tage und 30 Liter später hatte.

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Das war der Deal: Brausemädchen elv zwingt sich 10 Tage lang nur Wasser als Getränk zu sich zu nehmen (Essen ganz normal). Jeden Tag müssen dabei mindestens 3 Liter fließen. Keine Mate, kein Kaffee, keine heiße Schokolade, aber eine Ausnahme: 1x täglich eine Tasse Matcha-Tee. Was für einige unter euch vielleicht Alltag ist, hat mich ziemlich in die Knie gezwungen. Wie das alles genau anfing, lest ihr hier.

Was es mit einem macht 3 Liter stilles Wasser zu trinken

Ich war im zweiten Drittel meiner Bachelorphase und stand nun jeden Tag auf, packte mir 3 Dickmops-Flaschen von Vöslauer ein und ritt auf der Tram zum Co-Workingspace meines Vertrauens. Die drei Flaschen im Rucksack fühlten sich für mich an wie für andere die Packung Kippen in der Hosentasche. Sie während des Tages auszutrinken war erstaunlicher Weise gar kein Problem. Nach ein paar Tagen musste ich sogar aufpassen nicht noch mehr zu trinken. Es hat einfach etwas mit dem bewussten Ziel und erinnern zu tun. Wer die Flaschen vor sich hat, trinkt sie auch & irgendwie schmeckte es mir sogar.
vöslauer wasserchallenge

„3 Liter Wasser am Tag zu schaffen, war erstaunlich einfach.“

Meine 5 Erkenntnisse aus der Wasserchallenge

Erkenntnis 1: Die wahren Schwierigkeiten sind Zucker, Alkohol und Koffein

Was war also die wirkliche Herausforderung für mich? Nicht etwa die Menge an Wasser, sondern der Verzicht auf die köstlichen, eiskalten, kohlensäureschwangeren Angebote der Zuckermafia.  Schon am zweiten Tag wollte ich unbedingt „was mit Geschmack“ und meine Gedanken waren ein bisschen zu besessen von leckeren Drinks. Hinzu kommt die verstörende Erkenntnis, wie viele Tage in der Woche eine Chance in meinem Leben entsteht Alkohol zu trinken. Es war wirklich schwer wegzugehen und sich abends zu treffen, ohne mit einem Bierchen oder ähnlichem anzustoßen. Das ist aber auch nur wieder gelerntes Verhalten und wer sich ein paar mal zum Sonnenuntergang mit Wasser zugeprostet hat, gewöhnt sich schnell dran. Trotzdem eine Einsicht, die mich etwas nachdenken ließ.

Am dritten Tag dann ein fieser Rückschlag! Ich hatte den Matcha-Tee höchst motiviert auch noch weggelassen und bekam unfassbare Kopfschmerzen. Sie deuteten sich schon ab dem ersten Tag an, ließen aber zuvor immer wieder nach. Auch eine Kopfschmerz-Tablette konnte nicht helfen und das Matcha-Pulver war an einem Ort fern von mir.

Da ich meine Bachelorarbeit im Nacken hatte, knickte ich schuldbewusst ein, holte mir einen Kaffee und nach 30 Minuten war alles wieder gut. Okay, scheinbar gibt es wirklich so etwas wie einen Koffeinentzug! Von da an vergaß ich den Morgen-Matcha nicht mehr.

Wasserchallenge
„Und dann ist es doch passiert: Ich bin unter Koffeinkater eingeknickt.“

wasserchallenge teaser Erkenntnis 2: Wer 3 Liter am Tag trinken will, muss seine Blase trainieren

Die unelegante Seite des Wasserkonsums war vor allem, dass ich ständig auf die Toilette rannte. Dadurch, dass ich die 10 Tage fast ausschließlich am Schreibtisch verbrachte und unibedingt keine wilde Freizeit hatte, war es okay, aber ich kann mir diesen Umstand wirklich absolut nicht im Alltag vorstellen. Ich bin am Tag zwischen 10 bis 15 Mal zur Toilette gegangen. Natürlich  gibt es die Möglichkeit, dass auch die Blase nach einer Zeit trainiert  wird. Doch wie lange so ein Training dauern kann, steht in den Sternen.

Erkenntnis 3: Starke Nägel Dank Mineralien im Wasser

Was mich hauptsächlich zur Wasserchallenge bewegt hat, war natürlich der Faktor der Gesundheit. „Du musst mehr trinken“, „Wasser ist gut für die Haut“, „Wasser spült Giftstoffe aus dem Körper“ etc. sind Sätze, die man oft an den Kopf geknallt bekommt. Für mich lag die große Hoffnung vor allem darin durch mehr Wasserkonsum meine Augenringe zu verbessern. Ich bilde mir ein einen kleinen Erfolg gehabt zu haben und auch die Kosmetikerin sieht sofort, wenn wieder etwas Wasser fehlt oder nicht. Von daher kann ich unterschreiben, dass eure Haut happy ist, wenn ihr sie ein bisschen mehr trinken lasst.

Augenringe wasser trinken
Augenringe vor und nach den 30 Litern

Ein überraschender Effekt trat jedoch an meinen Fingernägeln auf. Ich hatte zuvor massive Probleme mit splitternden Nägeln und auf einmal waren diese erstaunlich fest. ich hatte es vorher mit Kieselerde und allen möglichen Sachen versucht, doch nichts half. Nach ein paar Recherchen erfuhr ich, dass die Mineralien im Wasser dafür verantwortlich sein könnten. Man kann die Quellenanalyse von Vöslauer zum Beispiel hier einsehen.

Erkenntnis 4: Gekauftes Wasser schmeckt leider wirklich besser

Ich wollte es nicht glauben und ich finde es ganz furchtbar, doch während ich mich mit Wasser aus meinem heimischen Hahn abquälte, floss das leckere abgefüllte Vöslauer-Wasser nur so meinen Hals hinunter. Das kann natürlich auch an den Rohren in meinem Haus liegen. Ich werde auf alle Fälle demnächst mal einen kleinen Wasserfilter probieren. Bei Leogant habe ich auch herausgefunden, wieso man Wasser überhaupt filtern soll und vielleicht hat das dann auch mit dem kratzigen Gefühl in meinem Hals ein Ende, mal abgesehen von der gesundheitlichen Wirkung.

Wasserfilter Leogant
Leogant vertreibt Wasserfilter, die man richtig installieren muss & mit denen sein Wasser direkt am Hahn filtern kann. © Leogant

onsidebanner_menstruationstasse_schrift Erkenntnis 5: Mein Gewicht & Hunger haben sich überhaupt nicht verändert

Wer jetzt hofft von mir zu hören, dass die drei Liter Wasser in meinem Magen mich leichter satt gemacht haben oder gar zu einem Gewichtsverlust führten, den oder die muss ich leider enttäuschen. Auf der Waage passierte nicht wirklich etwas und auch mein Appetit hat meines Erachtens weitergemacht wie zuvor. Zum Glück ging es mir auch nicht darum.

Durchhalten bis zur letzten Minute

Der Countdown lief und der letzte Abend der Challenge war eine Gartenparty. An jeder Ecke wollte mir jemand ein Glas Alkohol in die Hand geben, bis ich schließlich eins nahm und hinter dem Pool versteckte. Ich muss zugeben, dass ich auch ein Schlückchen Alkohol vermisste (was eine noch gruseligere Erkenntnis ist). Als ich dann nach Null Uhr den Wein endlich genießen durfte, hatte ich gar keine Lust auf ihn und er schmeckte auch viel Süßer als sonst.

Das war der zweite Text in der Kategorie #EinfachMachen, ich freue mich, wenn ihr bei den nächsten Herausforderungen dabei seid! Einschätzung diesmal:

Überwindungsgrad:  / 5

Lifechanginglevel:  / 5

Was jetzt bleibt? Ich versuche täglich einen Liter reines Wasser zu trinken. Beim Kaffee bin ich wieder zurückgekehrt und ansonsten versuche ich mehr ungesüßten Tee statt Brause zu trinken. Scheinbar lässt man sich schnell gehen, wenn man nicht die Mengen zum „abarbeiten“ vor sich hat, denn bei meinem letzten Besuch bei der Kosmetik hieß es dann wieder meine Haut sei zu trocken. Ich muss also noch weiterhin im Training bleiben.

Wie sieht das mit eurem Getränkekonsum aus? Würden euch drei Liter schwer fallen? Packt es mir in die Kommentare!

PS: Der Blog wird richtig schnieke in Chrome und Safari angezeigt. Versucht’s mal!

*Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von Vöslauer entstanden

3 Comments

  1. Ich trinke 3-4 Liter Wasser täglich, Morgens einen großen Becher Kaffee und manchmal auch Nachmittags noch einen. Wenn Alkohol und Flaschen-Zucker, dann nur am Wochenende. Hängt aber auch damit zusammen, dass ich noch am abnehmen bin. Und da wäre es eigentlich besser, den Alkohol und die Kola mal ein paar Monate komplett weg zu lassen.

    Die Blase (hatte ich dir glaube ich über Facebook schon mal geschrieben) gewöhnt sich da wirklich dran. Bzw. du, denn man trainiert sich ja selbst damit. Die Blase selbst verändert sich wohl gar nicht soweit ich das mal gelesen habe.

    Übrigens: 2-3 Tassen Kaffee oder Tee sind bei weitem nicht so schlimm wie Kola & Co. 😉
    Und ungesüßt kannst du auch locker einen Liter Tee über den Tag verteilt trinken. Oder Wasser mit Zitrone. Oder Salatgurke oder Himbeeren oder andere Früchte, das kommt im Sommer sehr gut. Am besten immer selbstgemacht, bei gekauften Sachen mit Zusatz weiß man nie wirklich, ob das so nun gut ist oder nicht.

  2. Ich hatte eigentlich nie wirklich Probleme damit viel Wasser zu trinken. Das Wasser bei mir daheim schmeckt abartig gut, deswegen macht mir auch Wasser direkt aus der Leitung nichts aus.

    Seit ich Vollzeit arbeite und nicht mehr studiere ist es sogar noch leichter geworden – die Softdrink-Versuchung ist weg, wenn man sich einfach angewöhnt sich kein Notfall-Cola oder so ins Büro zu stellen und stattdessen immer eine Kanne voll Wasser oder ungesüßten Tee auf den Schreibtisch zu stellen. Ich versuch immer vormittags und nachmittags je eine Kanne Wasser zu trinken – und zwischen durch Tee wenn ich das Gefühl habe ich will etwas mit Geschmack oder etwas warmes. Funktioniert echt easy! (Aber ich bin da halt auch kein Maßstab, weil ich nie wirklich Probleme habe viel zu trinken!)

  3. Danke liebe Nadine! Dass sich die Blase dran gewöhnt hoffe ich sehr und auch danke fürs Mut machen, dass Kaffee nicht so schlimm ist wie der restliche Süßkram. Dir weiterhin viel Erfolg bei der Umstellung!

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