Die Sache mit der Selbstbefriedigung – 3 Toys für EinsteigerInnen

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Der Vorwurf der Übersexualisierung der Gesellschaft hält schon seit ein paar Jahren an und doch treffe ich gleichzeitig noch auf Frauen, die nicht mal wissen, wie viele Körperöffnungen sie haben. Trotz YouPorn und #aftersex-Selfies gibt es noch viele Fragen, die höchstens Google gestellt werden. Aus diesem Grund dreht sich folgender Text um Toys & stellt euch Modelle für EinsteigerInnen vor, die fernab von übertriebenen Sex & The City Rammel-Rabbits liegen. 

Okay, wir wissen mittlerweile, dass man von Selbstbefriedigung nicht blind wird und es werden, zumindest in Europa, (hoffentlich) niemandem mehr die sekundären Geschlechtsmerkmale weggeätzt, um keinen Spaß mit sich selbst zu haben. Es gibt Dildoparties und zumindest in Filmen und Serien wird über alles mögliche offen gesprochen. Doch irgendwie haben viele Sachen noch etwas Verbotenes an sich. Nicht umsonst haben Bücher wie 50 Shades of Grey (ich kann mir kein Urteil erlauben, da nicht gelesen und auch nicht gesehen) einen fast verstörend großen Erfolg. Doch wenn es dann um einen selbst geht, haben sowohl Frauen als auch Männer einige Fragezeichen und Vorurteile im Kopf. Selbstbefriedigung gilt für einige Menschen immer noch als trauriger Ersatz für Sex mit einem Partner oder etwas Schmuddeliges und wird deswegen direkt abgelehnt. Doch ihr Lieben, wenn ihr nicht einmal wirklich wisst, was euch gefällt, wie könnt ihr es dann von eurem Partner oder Partnerin verlangen? Für alle, die vielleicht schon ein Weilchen überlegt haben mal ein Toy (für sich oder für den gemeinsamen Sex) auszuprobieren, ist dieser Guide, der in Zusammenarbeit mit dem zugeschnürt-Onlineshop entstanden ist.

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Selbstbefriedigung gilt für einige Menschen immer noch als trauriger Ersatz für Sex mit einem Partner oder etwas Schmuddeliges und wird deswegen direkt abgelehnt.

1. Liebeskugeln oder Smartballs

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Besonders bei diesem Toy kommen oft Fragen auf. Spannend finde ich, dass sie schon eine lange Geschichte hinter sich haben und eigentlich aus Japan kommen sollen. Zuerst einmal ist zu sagen, dass diese Smartballs nicht unbedingt ein Sextoy sind. Es gibt sie in verschiedensten Ausführungen (man kann zum Beispiel auch nur mit einer Kugel starten & es gibt verschiedene Gewichte) und Designs. Durch das Tragen der Kugeln kann man seinen Beckenboden und die Scheidenmuskulatur (ja, dort habt ihr Muskeln!) trainieren. Das kann zum einen medizinisch wirken, zum Beispiel nach einer Schwangerschaft, zum Verbessern der Orgasmusfähigkeit oder generell einen erhöhte Empfindsamkeit, aber auch um Inkontinez-Prophylaxe zu betreiben. Wer mehr über seine Beckenboden und wo diese eigentlich liegt wissen will, schaut mal hier.

Aber natürlich können die Kugeln auch auf erotische Weise eingesetzt werden. Während am Anfang empfohlen wird, sie erstmal nicht länger als 15 Minuten, zwei Mal täglich zu tragen (Muskelkater), soll der besondere Spaß darin liegen, sich mit ihnen im Alltag zu bewegen (Treppen steigen oder tanzen gehen). Hierbei geht es einerseits um den Gefallen daran zu wissen, dass man heimlich etwas mit sich herumträgt und es ab und zu spürt und andererseits um die direkte physische Stimulation, die die Kugeln auslösen können. Wichtig ist auch hier wieder, dass man sie korrekt einsetzt, damit es kein unangenehmes Gefühl gibt und auch hier gibt es für jede Frau Unterschiede darin, wie sehr sie sich dadurch stimuliert fühlt. Das ganze funktioniert dadurch, dass in jeder Kugel ein Gewicht ist, das sich innerhalb der Kugel bewegt und die Muskulatur so gegensteuern muss. Aber keine Sorge, ihr seid damit nicht das singende klingende Bäumchen, denn die Kugeln machen in der Regel keine lauten Geräusche.

2. Stimulatoren
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Zu den Stimulatoren zählen Toys, die nicht direkt eingeführt werden, also auch keine Vibratoren sind. So gibt es zum Beispiel Geräte, die man auflegen kann und somit nur äußerlich erregt wird. Das Gerät, dass ihr hier seht, hat mich zugegebener Maßen erstmal an ein modernes Fieberthermometer erinnert, soll aber der neueste Clou sein und nennt sich „Womanizer“. Von seiner Funktionsweise hatte ich zuvor auch noch nichts gehört. Angesetzt wird der Womanizer an der Klitoris, wo zunächst eine angemessene Saugkraft ausgelöst wird und ein Vakuum entsteht. Im Anschluss werden anreizende Druckwellen ausgelöst. Diese Druckwellen sollen dann schnurstracks zum Glück führen. Spannende Innovation! Wenn jemand von euch Erfahrungen damit hat, her damit!

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3. Ida Cerise – Ferngesteuerte Doppelverführung

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Jetzt wird es noch etwas verspielter. Ida Cerise ist ein rotierender Vibrator. Mit dieser neuartigen Innovation soll das Sexleben noch gefühlsechter und aufregender gestaltet werden. Das ganze funktioniert so: Die plattenähnliche Form liegt auf. Im selben Teil des Vibrators befindet sich auch der leistungsstarke Motor. Der längere, gebogene Arm wird eingeführt. Seine Flexibilität und das weiche Material ermöglichen zusammen mit Gleitgel einen unkomplizierten Gebrauch und eignen sich daher auch für Damen, die sich zuvor noch nicht an ein Toy getraut haben. Besonders hierbei: Es gibt eine Fernbedienung und auch die vibriert im gleichen Takt!

Über die Fernbedienung wird die Intensivität der Vibration gesteuert. Dabei kann zwischen 8 Stufen durch das Drücken der + (stärker) und der – Taste (schwächer) reguliert werden. Für eine vereinfachte Handhabung wird über die beiden Knöpfe auch das An- (+) und Ausschalten (-) ausgeführt. Die mittlere Taste regelt die Stärke der Rotation. Um beide Partner in den Genuss des Adult Toys kommen zu lassen, vibriert die Fernbedienung im selben Takt wie der Vibrator, seid also kreativ.

Alle Toys, die ich euch hier vorgestellt habe und noch viele mehr, findet ihr im Toyguide bei zugeschnürt.

Wenn ihr jetzt noch Fragen habt oder eigene Erfahrungen teilen wollt, packt sie unbedingt in die Kommentare. Gern auch, wenn ihr nicht meiner Meinung seid. Bis dahin hoffe ich, dass ich einigen Frauen die Angst oder Vorurteile gegenüber Toys nehmen konnte. Es ist euer Körper und so schön viele Erfahrungen auch mit dem Partner sind, ihr dürft euch auch selbst entdecken, ohne dass das bedeutet euer Partner sei euch nicht genug. Ich will nie wieder von Menschen hören, die ihren Partners Selbstbefriedigung verbieten oder ihnen deswegen ein schlechtes Gewissen einreden. Also: Habt Spaß!

PS: Der Blog wird richtig schnieke in Chrome und Safari angezeigt. Versucht’s mal!

*Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von zugeschnürt entstanden.
Headerfoto: m.edi/photocase.de

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