Schmuck, der Geschichten erzählt

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So schön Metalle sein können, meistens bin ich recht faul, was Schmuck angeht. Spezielle Accessoires zu Outfits herauszusuchen bedeutet für mich Horror. Deswegen immer schön das gleiche und bloß nicht zwischendurch ablegen. Aus diesem Grund trage ich meist echten Schmuck und eigentlich hat jedes Stück von ihnen eine kleine Story zu erzählen. Hier sind schonmal drei.

Auch wenn mir bewusst ist, dass es der Schmuckindustrie natürlich super zuspielt, wenn man ihre Produkte emotional auflädt, bin ich ein großer Fan von einigen solcher Sentimentalitäten. Sie sind wie ein kleines Museum, das man mit sich umherträgt.

 

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1. Das geerbte Amulett

Mit diesem verschließbaren Amulett habe ich als Kind immer gespielt. Es hing um den Hals meiner Uroma, die stolze 100 Jahre alt wurde. In ihm befindet sich ein Babyfoto meines Opas. Ich habe es immer toll gefunden das gute Stück auf und zu zu machen und jedes Mal aufs Neue gefragt, wer das da auf dem Bild sei. Nach ihrem Tod durfte ich es haben und wahr unfassbar gerührt.

Edelsteine im Safe sind Klunker im Bunker. Waltraud Puzicha

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2. Der Armreif, der nie versetzt werden darf

Wenn die Oma deines Freundes einen Schmuckladen hat, gibt es einige spannende Sachen zu entdecken. Als gelernte Uhrmacher hatten die Großeltern meines ersten Freundes ein Schmuckgeschäft in der Nähe von Hamburg . Abgesehen von den Dingen in der Auslage, gab es auch ein paar besondere Stücke in der Hinterhand. Eines Tages sollte ich mir etwas aussuchen. Da ich selbst generell ein Schmuckmuffel bin und die stets die gleichen, dezenten Accessoires trage, entschied ich mich für einen schlichten goldenen Armreif. Was ich nicht ahnte: Es war massives Gold. So gab mir seine Oma folgenden Satz mit auf den Weg: “Ich möchte, dass du dieses Stück für immer in Erinnerung an mich behältst, du darfst es nie versetzen, auch nicht in schlechten Zeiten.” Versprochen!

 

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3. Der nachträgliche Ehering

Und schon wieder eine Omageschichte. Diesmal von meiner eigenen. Sie lebt glücklicher Weise immer noch und gab mir jetzt schon ihren früheren Ehering. Es war zwar nicht der, mit dem sie und mein Opa getraut wurden, doch diesen ließ sich sich aus Goldresten anfertigen. Die zwei Kugeln stehen für die beiden und ich muss immergut aufpassen, dass die Verbindungsglieder nicht zu dünn werden und ich sie verliere. Einst sprach mich einmal ein wunderschöner Mann mit zauberhaftem Akzent darauf an und nahm meine Hand in seine, um ihn genauer zu betrachten. Herzexplosion vorprogrammiert! Wenn man dann noch mit so einer Story aufwarten kann, rutscht man schonmal leicht in ein stundenlanges Gespräch. Der Wing-Ring ist älter als ich!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zur Zeit trage ich öfter auch mal Schmuck, der jünger als 20 Jahre ist. Es muss jedoch praktisch sein und am besten auch nicht beim Schlafen stören, da ich meistens meinen Schmuck beim Schlafen und Duschen umlasse. Auf dem Bild seht ihr zwei Armbänder und ein Ringset von Valmano. Das rote Bändchen hat mir die CEO meines aktuellen Jobs mitgebracht.

Habt ihr Schmuckstücke, die eine kleine Geschichte erzählen?

 

 

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