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#EinfachWeniger: Achtsames Shopping & Wardrobe Detox

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Mein Kleiderschrank wird immer kleiner. Das kommt daher, dass Fashion und ich durch einige Beziehungshochs und -tiefs gegangen sind. Ich konnte nicht mehr wegsehen als ich die Auswüchse der Industrie realisierte & habe vor allen Dingen für mich neu definiert wie und warum ich Klamotten brauche. Hier ein paar Tipps für achtsamereres Shopping.

Obwohl ich vor knapp 8 Jahren als Modeblog gestartet bin, habt ihr sicherlich gemerkt, dass Fashion mittlerweile nur noch eine Kategorie ist und nebenbei behandelt wird. Der Blick auf Nachhaltigkeit und dem ewigen Drang auf mehr und Neues haben mein Empfinden für Klamotten und Trends über Board geworfen. Ich musste erkennen, dass ich auf einem Level angekommen war, bei dem ich meinen Konsum als Kompensation nutzte. Zwischendrin hatte ich sogar immer wieder Phasen, in denen ich nur noch schwarz tragen oder alle Sachen spenden wollte. Ich finde Fashion immer noch interessant und wenn ich mich mal aus Versehen in eine Shoppingmall verirre oder doch auf einen Banner klicke, finde ich (wenn auch viel weniger als früher) Sachen, die mir gefallen. Doch nach dem ersten Kick, der mich früher berauschte und dazu brachte teilweise 300€ im Monat für Kleidung und Accessoires auszugeben, setzen jetzt gleich weitere Mechanismen ein, die man sich auch aktiv aneignen kann.

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5 Fragen, die helfen achtsamer zu shoppen:

  1. Welche Qualität hat das Produkt, wie sieht es aus nachdem ich es 2 Mal wasche?
  2. Habe ich andere Klamotten, mit denen ich es kombinieren kann?
  3. Will ich wirklich mein Geld dafür ausgeben oder spare ich gerade für eine neue Reise, Geschenk etc. das mir wichtiger ist
  4. Finde ich es gerade nur schön anzusehen/trendy oder passt es wirklich zu mir (mein Stil, meiner Figur)?
  5. Wie oft werde ich es tragen oder kann ich vielleicht etwas ähnliches von einer Freundin leihen?

Dieser Ablauf hilft manchmal die Glückshormonsexplosion des Neuem etwas zu bremsen und achtsam vorzugehen. Mittlerweile finde ich es verrückt, dass als Jugendliche Shopping als Event betrachtet habe und ohne jetzt zu moralisch zu werden: Oft habe ich geshoppt, um mir die Idee davon, wer und wie ich vielleicht sein kann zu kaufen. Obwohl ich das schon 2011 erkannt hatte, konnte ich mich jedoch immer noch nicht davon lösen. Das klappt erst, seitdem ich mir viele Blogs, Onlineshops etc. vermeide. Gelegenheit macht eben Liebe und ich will einfach nicht so viele Stunden in der Woche damit verbringen über mich und meinen Look nachzudenken, wie früher, sondern die Zeit anders nutzen (da haben wir wieder das Thema Zeitluxus!).

Was kann ich denn jetzt noch kaufen?

Nach vielfachem Aussortieren & drastisch verminderten Konsum findet sich aber vor allem eins an meiner Kleiderstange: Jeansteile. Mein liebstes Outfit ist seit einem Jahr ein Jeanskleid und ein Jeansrock. Das geniale ist, dass ich zum einen herausgefunden habe, dass mir scheinbar Material und Farbe gut stehen und, dass besonders Jeanskleider perfekt kombinierbar sind. Nicht nur in Abstimmung mit verschiedenen anderen Materialien und Farben, sondern auch Styles. Außerdem haben beide einen A-Linien-Schnitt, der perfekt zu meinen kurvigen Hüften passt. Viel zu oft habe ich versucht meinen Körper in aktuelle Styles zu pressen, um dann deprimiert unzufrieden mit ihm zu sein. Das ist vorbei. Falls ihr also demnächst plant etwas zu shoppen, dass euch länger und öfter begleiten soll, hier mein Vorschlag für zeitlose Jeanskleider gegen den Trendwahnsinn. Ich habe sie alle aus einem Onlineshop zusammengestellt und zwar bei Esprit, denn so wird auch nur einmal ein Paket rausgeschickt und sie haben schöne Modelle von A-linie bis gerade.

jeanskleider

Wie sieht euer Shoppingverhalten aus? Hinterfragt ihr euch oder läuft das eher impulsiv. Ist Nachhaltigkeit für euch ein Thema?

1 Comment

  1. Cooler Beitrag.
    Hab grad festgestellt, dass du in meinem Bloglovin-Account auch noch unter „Fashionblog“ einsortiert bist. Bist aber das einzige Blog, das es in der Kategorie noch gibt! (Da hat sich bei mir auch einiges verschoben, siehe meine Weblog-Adresse … tss.)
    Ich experimentiere auch seit geraumer Zeit mit extrem wenig Kleidung und ausschließlich 2nd-Hand – macht so viel mehr Spaß.
    Grüße
    Steph

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