Wohlstand.

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„Zum Wohl!“

Der aktuelle Bericht über die „Lebenslagen in Deutschland“ (auch Armuts- oder Reichtumsbericht genannt) bietet gerade wieder Sprengstoff für Talkshows, Zeitschriften und betrunkene Freundeskreisdiskussionen. Viele Entwicklungen und Kommentare hierzu gruseln mich. Mein Kopf fühlt sich fast zu klein an, um zu verstehen, dass den vermögensstärksten 10% der Haushalte mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens gehört & ich Kinder treffe, die ohne Frühstück in die Schule geschickt werden.

Wie das wohl sein muss im Monat 600.00€ zu verdienen? Kann man das selbst noch ausgeben oder nur vererben? Ab wann fängt man wohl an aus Langeweile „Investor“ zu werden oder Firmen/Aktien zu kaufen? Wie kann ich trotz Ungerechtigkeit und Wut nicht in einen blinden dummen Neid verfallen, der Menschen mit viel Geld einfach nur abstossend findet?

Durch den Bericht habe ich mal wieder über meinen eigenen Wohlstand nachgedacht und stellte fest, dass ich ganz schön zufrieden bin zur Zeit. Wann ich mich das letzte mal wohlhabend gefühlt habe? Als ich einfach mitten in der Woche im Sonnenschein auf dieser Terrasse in London saß und dachte „Life is gooooood.“(Auch wenn ich durch diesen Urlaub die nächste Woche nur von Nudeln mit Ketchup leben muss).

*Wann ward ihr das letzte Mal so richtig zufrieden & was bedeutet Wohlstand für euch? Perlenhalskette?

3 Comments

  1. ich empfinde es als absoluten luxus, dass ich zur zeit in den tag hineinleben und sehr viel zeit mit der kleinen esse verbringen kann. es wäre furchtbar gewesen, acht wochen nach der geburt wieder arbeiten gehen zu müssen. elterngeld sei dank musste ich das nicht. das ist für mich wohlstand.

    btw: ich plane im november ein wochenende in berlin zu verbringen. hast du nen tipp, wo ich und das kind halbwegs preiswert unterkommen könnten?

  2. Selbst, wenn wir meckern, wie schlecht es uns eigentlich geht und dass wir ja alle eigentlich keine großen Sprünge machen können, gibt es halt immer noch Leute, denen es wesentlich schlechter geht. Vielleicht gehört es zum Menschsein ja auch dazu, dass man nie so richtig zufrieden ist und immer nach mehr strebt… dass das alles aber irgendwie ungerecht verteilt ist, steht eigentlich auch außer Frage.
    Und solange ich die Wahl zwischen zwei Belägen für die Stulle habe, gehts mir ja auch nicht so richtig schlecht. 🙂

  3. sorry steph, ich wusste leider auf die schnelle nichts, aber mail mir doch nochmal an elv ät einfach-machen.blog bitte!

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