Brillieren an der Sehhilfenfront

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Seit einiger Zeit sehe ich nach dem Arbeiten im wieder verschwommen. Höchste Zeit sich mal mit der Thematik Sehhilfe auseinander zu setzen. Computeraugen scheinen nicht die besten zu sein.

Zuerst muss ich einmal zugeben, dass mich der Gedanke daran eine Brille zu brauchen ein bisschen ängstigt. Auch wenn es mittlerweile so viele wunderschöne Modelle gibt und die Zeit der 90er-Jahre-Make-over-Filme vorbei ist, in der einer wunderschönen Frau eine dicke Brille aufgesetzt und die Haare verwuschelt wurden und die dann zur Ballkönigin wurde.

Es ging sogar noch weiter undzwar mit einem Loblied auf die Nerdbrille, die aufeinmal so präsent wurde, dass sich kein Optiker mehr entziehen konnte und sich bis hin zum nulltechnikaffinen Technoproll aufeinmal viele Menschen, die nichtmal eine Brille brauchten so ein Gestell zulegten. Besiegelt war die Mainstraimisierung spätestens an dem Tag, an dem Jessica Day geboren wurde und wundersüße französische Fashionbloggerinen mit ihr auf der Nase rumliefen.

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Die Auswahl des richtigen Modells ist eine Wissenschaft

Während die sommerliche Spaßversion mal eben wieder neu gekauft werden kann und nur in bestimmten Situationen genutzt wird, ist so ein Guck-Gestell, das als tägliche Sehhilfe dient schon schwerer ausgesucht. Für die ein oder anderen Menschen mitunter lebenswichtig, strahlt sie zeitgleich viel Charakter aus und kann ein ganzes Gesicht verändern.

“Bis ich mich in eine Brille verliebe, dauert es einige Zeit. Anfangs sind es einige Punkte, die Sympathie & den aktuellen Geschmack treffen müssen. Genauso wichtig ist das Glas, wofür ich schon von Anfang an viel Geld ausgebe. “ Felix Kayser

Der hier zitierte Felix Kayser trägt selber eine weiße Brille mit starkem Rahmen, was schon vermuten lässt, dass man diese Brille kaum übersehen kann.

Andere meiner Freunde haben zum Beispiel rahmenlose Brillen oder sogar welche mit pinkem Rahmen. Modelle, Gesichtsformen und Farben – jede Kombination macht einen anderen Eindruck.

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Autorin beim Brillieren

 

Auch preislich gibt es so ziemlich alle Stufen, die man sich nur erträumen kann. Form, Sichtfläche, Größe, Farbe, Material und Oberfläche – Alles Parameter, an denen geschraubt werden kann. Der Preis kann so schnell mal in die Dimension „Highend-Smartphone“ reichen und eine große Investition darstellen.

Es kann nicht nur eine geben

Erprobte BrillenträgerInnen haben außerdem oftmals mehr als nur ein Modell zu Hause. Das kann dann entweder funktionsbedingt sein oder sich nach den Aktivitäten richten, die man damit ausübt. Bei meinen Gesprächen mit Brillenmenschen habe ich also eines gelernt: Man kauft nicht einfach so mal eine Brille und durch die mehr oder weniger permanente Nutzung wird das Helferlein quasi zur externen Körperverlängerung. Meine größte Angst ist eigentlich so ein teures Stück ständig zu verlieren. Sehtest Ahoi!

Was bedeuten Brillen für euch? Und wie oft gönnt man sich eigentlich eine Neue?

2 Comments

  1. Oh ja, die Auswahl der richtigen Brille. Das ist mir auch nicht leicht gefallen. Habe glücklicherweise einen guten Bekannten, der Optiker ist und mir bei der Entscheidung einige wertvolle Tipps geben konnte. Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich noch heute auf der Suche nach dem perfekten Modell 😉

    Viele Grüße,
    Jörg

  2. Stichwort „verschwommen“ und „Computeraugen“. Wichtige Zeichen auch einen anständigen Augenarzt jährlich zu besuchen. Dort sich mal tief in die Augen sehen lassen zur Beschaffenheit der Netzhaut und vorallem als Kurzsichtiger die 25€ für Augendruckmessung nicht verschmähen – Früherkennung von Problemen ist für dieses wichtige Sinnesorgang einfach wichtig.

    Zum Thema AfterComputerWork… Im Büro die Pausenzeiten nutzen um ab und an mal weitgucken trainieren – unser Auge stummt ab weil es immer nur auf wenige Zentimeter schauen muss. Rauf auf die Straße, auf den Baum, aufs Dach und Blicke schweifen lassen. Dazu wurde mir auch mal ein Buch empfohlen, womit man sein Auge trainineren kann… und das Wasser trinken im Büro nicht vergessen!

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